Gemeinsame Aktivitäten

Um uns im öffentlichen Raum Gehör zu verschaffen, wirken wir auf verschiedenen Ebenen zusammen.



Science Barbecue „Klima und Energie“

Am 9. September fand im Garten des Magnus-Hauses in Berlin ein Science BBQ für die wissenschaftlichen Referentinnen und Referenten der Bundestagsabgeordneten zum Thema „Klima und Energie“ statt. Eingeladen hatten die fünf großen deutschen Fachgesellschaften der Mathematik (DMV), Chemie (GDCh), Physik (DPG) sowie der Bio- (VBio) und Geowissenschaften (DVGeo). Zwanglos konnten sich die Wissenschaftlichen Referentinnen und Referenten der Bundestagsabgeordneten über die in Mathematik und Naturwissenschaften vorhandene Expertise zum Thema „Klima und Energie“ informieren und welche Beiträge Physik, Chemie, Biologie, Mathematik und Geowissenschaften zu den aktuellen Themen Klima und Energie leisten können. Mitgebrachte Exponate verdeutlichten die jeweiligen Sachgebiete und waren Anlass für angeregte Gespräche.


© DPG / Andreas Böttcher 2020


Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften zur COVID-19-Pandemie

Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt in eindrucksvoller Weise, wie wichtig die Naturwissenschaften in ihrer ganzen Breite für die Bewältigung von Krisen sind. Ob es um technische Infrastrukturen wie Intensivbetten oder Beatmungsgeräte geht, um die Voraussage künftiger bzw. die Visualisierung aktueller Fallzahlen, die Entwicklung neuer Nachweissysteme auf Sars-CoV-2 bzw. von Antikörpern gegen das Virus, oder um die Herstellung der benötigten Schutz- und Desinfektionsmittel – in allen Fällen ist naturwissenschaftlicher Sachverstand gefragt. Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften betonen daher die Dringlichkeit, das vorhandene und stetig wachsende Wissen der Naturwissenschaften und der Medizin zur sachlichen Vorbereitung von politischen Entscheidungen intensiv zu nutzen.


Schreiben an die designierte EU-Präsidentin Ursula von der Leyen, Forschung als namensgebenden Bestandteil im EU-Kommissariat von Mariya Gabriel aufzunehmen

Die deutschen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften haben Ursula von der Leyen sowie weitere hochrangige EU-Manager vor der Anhörung von Mariya Gabriel angeschrieben, um darauf zu drängen, dass der Begriff „Forschung“ explizit im Namen des Ressorts genannt wird. Unterstützt wurde die Forderung von vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Europa. Das zeitigte offensichtlich Erfolg: In ihrer Rede vor dem Europäischen Parlament zur Vorstellung ihres Programms und der EU-Kommissare am 27. November 2019 gab die gewählte EU-Präsidentin Ursula von der Leyen bekannt, dass das künftige Ressort der Bulgarin Mariya Gabriel in „Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend“ umbenannt wird.


Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens: Gemeinsame Stellungnahme der mathematisch-naturwissenschaftlichen Gesellschaften zu „Plan S“

In einer „gemeinsamen Stellungnahme“ begrüßen die naturwissenschaftlich-mathematischen Fachgesellschaften alle Bemühungen zur Förderung der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Sie würdigen die Initiative und das Ziel von „Plan S“, den Rahmen für den Übergang zu Open Access zu verwirklichen. Aus Sicht der Fachgesellschaften ist allerdings eine sorgfältige, nicht überhastete Diskussion über die Folgen sowie über die Vor- und Nachteile des Plans S dringend erforderlich.

Weitere Informationen in deutscher Sprache finden sie hier


March for Science

Ein Beispiel ist der gemeinsame Aufruf, sich am March for Science zu beteiligen. Damit wollen wir ein Zeichen setzen für Weltoffenheit und Gastfreundschaft. Internationale Kontakte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in einer globalen, pluralen Welt nutzen allen und fördern Forschung und Entwicklung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt bringen Wissen und Kultur und beleben Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland wie in Europa. Deshalb stellen wir uns entschieden gegen alle protektionistischen und gruppenbezogen menschenfeindlichen Restriktionen, die es Menschen erschweren, in einem anderen Land wissenschaftlich zu arbeiten.

Impressionen vom March for Science

March for Science Berlin, Foto: Heike Mewis, March for Science Berlin, Lizenz: CC-BY-4.0 March for Science Heidelberg, © Alexander Pawlak, Physik Journal 2017 March for Science Heidelberg, © Alexander Pawlak, Physik Journal 2017

 

Stimmen aus der Wissenschaft



Wahlprüfsteine

Zudem haben wir vor der Bundestagswahl 2017 die damals im Bundestag vertretenen Parteien nach ihren wissenschaftspolitischen Vorstellungen befragt. Die Antworten der Parteien haben wir als „Wahlprüfsteine“ öffentlich gemacht, um allen Interessierten die Möglichkeit zu eröffnen, diese in ihre Wahlentscheidung mit einfließen zu lassen.

 

Ars-legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften

Als bedeutende mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften setzten wir uns ferner für die Verbesserung der naturwissenschaftlichen Lehre ein. Zusammen mit dem Stifterverband loben vier der fünf Fachgesellschaften jährlich den Ars-legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften für exzellente Hochschullehre in der Mathematik und den Naturwissenschaften aus. Der Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Nachwuchses in der Mathematik und den Naturwissenschaften sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und diese über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern.

 

Hochschulfinanzierung

Die Hochschulfinanzierung hat in der Vergangenheit nicht mit den gewachsenen Aufgaben der Hochschulen Schritt gehalten – dies hatte und hat direkte Auswirkungen auf die Qualität der Lehre und der Forschung. Wir setzen uns daher gemeinsam ein für eine finanziell und strukturell nachhaltige Stärkung der Hochschulen in Deutschland.

 

Nachwuchsförderung

Wir setzen uns gemeinsam für einen attraktiven naturwissenschaftlichen Unterricht in den Schulen ein und betonen dessen Bedeutung für die Entwicklung des Standortes Deutschland. Wir zeichnen Abiturienten mit überragenden Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern aus – jedes Jahr insgesamt etwa 10.000.

 

Rettet die mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung!

(von Januar 1982)

Aus Sorge über die Entwicklung im Bereich des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts an den Schulen sehen sich die Präsidenten und Ersten Vorsitzenden der Deutschen Mathematiker- Vereinigung, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Gesellschaft Deutscher Chemiker, des Deutschen Vereins zur Föderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts und des Verbandes Deutscher Biologen zu folgender Stellungnahme veranlasst.